Traum(a)spiel 2013 – Nachschlag

Weil ma denkn, dass ma fit san

Traum(a)spiel 2013 – Nachschlag

29. Juni 2013 Allgemein 0

traumspiel2013Die Verärgerung, das Traum(a)spiel 2013 nicht gesehen zu haben, sitzt bei mir immer noch sehr tief. Noch mehr ärgert mich aber nun die Aussage des Veranstalters Marcus Fritsch beim Interview mit der Sportredaktion des NT. „Überhaupt nicht.“, gab es als Antwort auf die Frage, ob mit zu vielen Fans kalkuliert wurde. Gerne lasse ich mir erklären, wie man das Spiel hätte verfolgen sollen, wenn man mit anderen Fans in vierter Reihe auf gleicher Höhe steht. Fehlanzeige beim Verfolgen von ganzen Spielzügen. Hatte man in den hinteren Reihen dann doch das eine oder anderemal einen Blick für ein paar Sekunden zu erhaschen können, so erinnerte dies an einen Ritter, der aus seiner Schießscharte blickt.

Auf der Südtribüne war man sehr um die Sicherheit der Fans bemüht, als man sie bat noch enger zusammenzukuscheln. “Rückt doch enger zusammen und macht die Gänge frei. Es dient eurer Sicherheit, die anderen wollen ja auch was sehen.”, tönte es mehrmals aus den Stadionlautsprechern. Hoppla, dieser Satz widerspricht sich doch selbst! Muss man die Gänge nun der Sicherheit wegen räumen oder nur weil noch etliche Fans nicht einmal in den Genuss kamen, die Süd-Tribüne zu betreten? Wohlgemerkt mit gültiger Eintrittskarte.

Mich wundert nur, dass die Security nicht um die Sicherheit der Stehplätze bemüht war. Hier waren zwar alle Fans drinnen, aber sie versperrten ebenfalls die Durchgänge, da ja die Stehränge schon längst belegt waren. Wo war hier die Sorge um die Sicherheit der Fans? Warum mussten hier nicht auch die Durchgänge geräumt werden?

Desweiteren waren die Antworten des Veranstalters beim NT-Interview nicht sehr überdacht. Einige unverbesserliche Hirnis sind anscheinend illegal über die Zäune ins Stadion gelangt. Da hat wohl die Security geschlafen. Dafür war ebenfalls Herr Fritsch mit seiner Security Firma Fri-Sec verantwortlich. Sieht so zertifizierter Schutz ala Fri-Sec aus?

 Da man sich ja angeblich mit den Zuschauerzahlen nicht verkalkuliert hat, würde ich gerne eine Begründung hören, weswegen die 40 – 50 Fans mit gültigen Eintrittskarten schon am Stadioneingang abgewiesen worden sind. An fehlenden Stehplätzen kann es wohl nicht gelegen haben, lt. dem Veranstalter.

 Dass es bei einem solchen Event kleinere Pannen gibt ist wohl jedem klar. Auch mir. Wenn ca. 1000 Fans (diese Zahl stelle ich mal in den Raum) nichts sehen, ist das für mich keine “kleinere” Panne. Hier wurden 18.000 Euro kassiert und keine Gegenleistung erbracht.

Leider ist hier Marcus Fritsch anderer Ansicht und spielt dies herunter. Er verweist in seiner Antwort dann lieber auf die Zaunspringer. Ist eben ein Kollateralschaden, schließlich hatten die anderen 10.000 Fans freie Sicht auf das Spiel.

 Trotz alledem ist es eine grandiose Leistung gewesen, dieses Event zu stemmen. Dennoch hätte ich als “Geschädigter” eine für mich befriedigende Lösung gesehen. Schließlich habe ich, wie viele andere auch, 18 Euro ausgegeben und dafür nichts erhalten. Nicht einmal eine banale Entschuldigung.

Hier hätte der Veranstalter die einmalige Chance zu sagen gehabt: “Hat alles prima geklappt, nur in Sachen Zuschauer haben wir uns verplant.” Chance leider verpasst.

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