SV Grafenwöhr – DJKWeiden 1 : 1

Weil ma denkn, dass ma fit san

SV Grafenwöhr – DJKWeiden 1 : 1

30. Oktober 2010 Berichte 2010 0

vlogo_grafenwoehrThe same procedure as every week. Als nach dem Treffpunktchaos (niemand war da) in Weiden alle bereits losgefahren sein könnten, zählten wir in Grafenwöhr mehrmals durch. Wir waren zu zehnt. Kann nicht sein! Nochmals zählen! Wieder nur zehn! Nach den offiziellen Fußballregeln sollte eine Mannschaft maximal 11 Spieler auf das Feld schicken.
Seltsam war schon die Tatsache, dass die Zusagen von 13 Spielern im Raum standen. Dann kamen aber doch noch zwei kurzfristige Absagen und schon war alles wieder normal. Wieder genau 11 Spieler. Na also geht doch! Aber einen notorischen Zuspätkommerer kommen wir dennoch verkraften. Na ja, ist eben ein selbständiger Handwerker von Beruf. Mehr sog i net…
Hätten wir Ersatzspieler, wüssten wir gar nicht, was wir mit ihnen anfangen sollten. Sind die für Getränke oder für die Cheerleader-Einlagen zuständig? Wir wissen es einfach nicht und werden es auch nie erfahren.
Gastgebergeschenke wie in Weiherhammer gab es nicht. Verräterspieler, die wie ein Wolf im Schafspelz, für den Gegner auflaufen, wurden uns nicht angeboten. Also mussten wir nun mit 10 Spielern beginnen.
Die Entscheidung, auf dem A-Platz zu spielen, nahm Kare freudig entgegen. Wollte er doch noch mal zeigen, was er so alles noch drauf hat und orientierte sich sofort an seinen neuen Wirkungskreis, dem Anstoßkreis. Und dieser wurde auch konsequent nicht verlassen. Kleine Ausnahme war die Halbzeitpause, was wir ihm aber schon wieder verziehen hatten. Schließlich wollte er es uns allen nochmal zeigen 🙂
Von Beginn an stellte sich heraus, es wird ein schweres Spiel. Zwei agile Grafenwöhrer Stürmer wirbelten im Weidner Defensivbereich. Zwei weitere Offensivspieler bedienten diese mit gefährlichen Flanken. Für Alois wurde es kein ruhiger Nachmittag, wiederum durfte er zeigen, dass er es noch kann.
Knapp wurde es, als ein Schuss, den Kare schon im Grafenwöhrer Waldbad liegen sah, doch noch gefährlich an den Pfosten knallte. Hier hätte auch Fußballgott Alois das Nachsehen gehabt. 10 Minuten konnten wir als Gäste das Unentschieden halten, aber dann war es soweit. Der SVG nutzte seine Chance und erzielte nach einer schönen Kombination das für ihn erlösende 1:0.
Viel gab’s bei den Weidner offensiven Spielszenen nicht zu berichten, mussten wir doch hinten in Unterzahl den Laden dicht halten, als sich ein weiter Abschlag von Alois auf die linke verwaiste Stürmerseite verirrte. Von wegen! Auf einmal war er da, unser Messias. Ewiger Zuspätkommerer Andi war von Freund und Feind unbemerkt auf das Feld geschlichen und erzielte nur wenige Sekunden nach seiner eigenmächtigen Einwechslung das 1:1 Unentschieden. Und wer hat es eingeleitet? Nein, nicht Toni „Fußballgott Turek. Es war „uns Alois! Jetzt taucht auch er mal in Zimbos Statistik auf.
So allmählich zeigten beide Mannschaften den Willen, das Spiel doch noch für sich entscheiden zu wollen und somit wurde die ganze Angelegenheit ein wenig härter. Zumal auf beiden Seiten Anführergockel (Nr. 13 und H. Wä. aus G.) vertreten waren. Zwei Gockel und nur ein Fussballfeld, das konnte ja nicht gut gehen. Die beiden Gockel leisteten sich einen erbitterten Fight. Auch verbal fühlten sie sich verbunden und diskutierten auf ihre Art und Weise. Ein Kikeriki folgte dem anderen und so krähten sie sich einige Minuten an. (Stall)- Freundschaft verbindet…
Das Spiel wurde nun zusehends härter. Dass auch Stürmer zulangen können, zeigte dann ein Grafenwöhrer, der Harry von der Seite niederstreckte. Grobes Foul, unabsichtlich, aber trotzdem war’s sehr schmerzhaft. Nach einer ordentlichen Kühlung des Knöchels durch den Grafenwöhrer „Müller-Wohlfahrt konnte aber wieder weitergespielt werden. Die graue Eminenz ist eben grau, aber fit genug um das wegzustecken. Die Spezialgockelaufgabe wartet schließlich auf Harry.
Es dauerte nicht lange, und der andere Graue im Weidner Team lag am Boden. Signore Ravioli, Ravanelli oder so ähnlich wurde beim Kopfball an der Achillessehne getroffen. Wie immer das auch passieren kann?!? Dem besten Stürmer einer Mannschaft haut man eben immer auf die Socken um sich den nötigen Respekt zu verschaffen. Das war schon immer so…
So allmählich wurde das Spiel ausgeglichener. Vom spielerischen wie auch vom verbalen Aspekt. Herr Wä. aus G. verbrauchte sehr viel Luft mit intensiven und lauten Mannschaftsgesprächen. Das hat er sich bei anderen Gockeln abgeschaut. Zur Abwechslung wurde auch mannschaftsintern gegockelt.
Mit diesem Unentschieden gings in die Halbzeit und Herr Wä. aus G. diskutierte in der Halbzeit intensiv mit seinen Hennen. Sie legten die von ihm gewünschten Eier an die falsche Stelle. Das hätte aber auch unserem Gockel nicht gepasst!!!
In der zweiten Hälfte wurde es für die Weidner Abwehr schon leichter, da sich der „Grafenwöhrer Kare beim Spurt ohne gegnerische Einwirkung verletzte und deshalb das Spiel von der Linie aus bekrähen musste.
Das Spiel der Gegner wurde immer zerfahrener. Hätte Grafenwöhr so weitergemacht, wie in den ersten 20 Minuten, dann hätte man einen sicheren Sieg einfahren können. So hat sich nun der Fuchs bzw. DJK, in den Stall eingeschlichen und dementsprechend liefen die Grafenwöhrer Hühner aufgescheucht durcheinander. Der Hahn war eben nicht mehr im Stall.
Am Schluss zog Roland schon mal für sich alleine Resümee. Als er plötzlich bemerkte, dass etwas Wichtiges fehlt. Nur was?!? Stimmt, sein obligatorisches Eigentor fehlte noch in dieser Saison. Dann musste er sich unbedingt mit Alois und der Brechstange eine kleine Slapstickeinlage leisten. Nimm du ihn, ich hab ihn sicher. Beide konnten oder wollten sich nicht für irgendeine Aktion entscheiden. Dummerweise schafften sie es nicht einmal mit vereinten Kräften den Ball im eigenen Tor unterzubringen. Da dies das letzte Spiel der Saison war, wird Roland diesmal ohne sein Eigentor auskommen müssen. Im Alter geht eben nicht mehr alles von alleine, da muss schon etwas nachgeholfen werden.
Unser ewiger Zuspätkommerer Andi freute sich nach dem Schlusspfiff über das gewonnene Spiel. Wenn er pünktlich kommen würde, dann würde er so einiges noch mitbekommen. Zum Beispiel Gegentore!!! Hier nochmal NUR für dich: Das Spiel endete 1:1 Unentschieden!!! Nach seinem vermeintlichen Führungstreffer war auch nicht mehr viel von ihm zu sehen. Fallsucht, Schlafsucht machte sich bemerkbar. Kleiner Tipp: Nicht so viel auf Baustellen rummachen, sondern Fussball spielen. Wer braucht schon den schnöden Mammon? Ansonsten kann er sich in der Winterpause erholen und wir können uns im neuen Jahr über Spurts und Tore von ihm erfreuen.

Fazit: Es war eine durchwachsene Saison. Die Mannschaft ist überaltert und der „Nachwuchs fehlt. Mit den Klasse Mannschaften können wir aber jederzeit mithalten, aber es wird immer schwerer. Vielleicht würde es schon helfen, wenn wir Ersatzspieler hätten. Dieses Phänomen habe ich schon öfter bei anderen Mannschaften festgestellt. Die reisen schon mal mit 13 oder 14 Leuten an. Ob das den Statuten des DFB entspricht? Das sollte mal bei Gelegenheit im Stuhlkreis geklärt werden.

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