SV Etzenricht – DJK Weiden 4 : 3

Weil ma denkn, dass ma fit san

SV Etzenricht – DJK Weiden 4 : 3

7. Mai 2011 Berichte 2011 0
vlogo_sveEs war eben ein Spiel in dem es um nichts ging. Genauso wurde gespielt! Der Knackpunkt in diesem Spiel war der Anstoß, wäre er nicht gewesen, hätte das Match nie dieses Ende genommen.
Schon nach etwa 5 Minuten krachte es im Weidener Tor. Ein schnell vorgetragener Angriff auf unserer rechten Seite brachte die Gastgeber schon früh auf die Siegerstrasse. Ein trockener Schuss aus der Drehung und der Ball war über der Linie. Der erste Job für Alois: Ball aus dem Netz holen. Das gab es sonst nur bei seinem Vorgänger. Aber er wurde auch von den Vorderleuten kläglich im Stich gelassen.
Der SV hatte ab diesem Zeitpunkt zwar mehr Ballbesitz, aber so richtig zwingend war es auch nicht. Es erinnerte ein wenig an denNichtangriffspakt von Gijón im Jahr 1982. Nur da „wollten beide nicht , hier „konnte einer nicht. Der Österreicher Walter Schachner hielt sich 1982 als einziger nicht an den Waffenstillstand. wie auch an diesem Samstag gab es einen solchen Spieler. Etzenrichts Nr. 10 mischte die Weidener Schuljungenabwehr ein ums andere mal auf.
Dann dachte sich der Gastgeber, wenn die nicht „können, dann wollen eben wir. Sie wollten das zweite Tor und bekamen es auch. Nach einer flach hereingegebenen Flanke, umkurvte der agile 10er des SV noch mal schnell die Slalomstangen, die gerade im Weg standen und erzielte mal eben das 2:0. Die DJK war nicht mehr zu erkennen, stand total neben sich. Zu diesem Zeitpunkt gab es nicht einmal einen Schussversuch zu verzeichnen. Immerhin waren schon etwa 25 Minuten gespielt.
Eine weitere gute Möglichkeit, den Abstand zu erhöhen wurde von Etzenricht kläglich vergeben. Aus nur 5 Metern Entfernung flog der Ball über die Latte. Da hatte die Osterhasenabwehr nur zusehen können.
Dann geschah das Unfassbare. Nach einer halben Stunde, dann doch die erste Flanke in den gegnerischen Strafraum. Andi B. Rutschte der Volleyschuss allerdings über den Schlappen. War auch schwer zu nehmen. Beim schnellen Konter musste sich Alois lang machen und in letzter Sekunde retten. Jetzt war die DJK wieder in der eigenen Hälfte eingeschnürt. Einen eigentlich ungefährlichen Freistoß im Mittelfeld wollte keiner Ernst nehmen. Der Stürmer läuft, die DJK sieht zu und schläft. Nur Schore passte auf und konnte klären und Schlimmeres verhindern. Naja, man soll schlafende Hunde nicht wecken. Den kollektive Tiefschlaf konnte keiner verlassen. So was kann man eigentlich nur mit Drogen erreichen. Aber mit dem Doping wurde das hier falsch verstanden.
Bis zur Halbzeit wurde keine Aufbäumen erkennbar und in der Mannschaft war es viel zu ruhig. Wo war denn der Schreier und Anpeitscher? Wo ist Behle… ähh.. Kare? Ach ja, es lief ja noch die zehnte Wiederholung von Marienhof. Ich sags nicht gerne, aber irgendwie fehlten die harten, aber „fairen Einsätze.
Mittlerweile war Zuspätkommer Andi H. auch anwesend und wurde sofort von Roland auf den korrekten Spielstand von 2:0 hingewiesen. Das war auch nötig um gewisse Parallelen zu Spiel in Grafenwöhr zu vermeiden.
Jetzt war Schluss mit Lustig, dachte sich Etzenricht und pfiff auf den Nichtangriffspakt. Wieder einmal der 10er (wer sonst) setzte sich gegen seinen Abwehrkonkurenten durch. Der anschließender Schussversuch blieb allerdings ohne Folgen für die DJK.
Nach einem Fehler von Markus S. im Mittelfeld schaltete der Gastgeber am schnellsten und dann stand es 3:0. Torschütze? Na, wer schon? Der SV 10 hat wieder zugeschlagen. Auf bayrisch heisst das: O’gwatscht!!! Der SV brauchte gar nicht so schnell spielen. Die DJK stand ja noch unter diesen ominösen Drogen, die unsagbar müde und langsam machen. Jetzt bahnte sich ein Debakel an.
So jetzt mal was Positives. Die DJK kam vors Tor. Und das Tollste: Der Ball war über der Torlinie. Markus S. machte seinen Fehler mit einem schönen Assist wieder wett. Das fällige Tor geht auf Zimbos Konto. Er kann doch noch treffen. Musste aber bei diesem Schuss nicht viel laufen, er befand sich schließlich schon im Strafraum. Erwähnenswert sind noch seine zwei wunderbaren Kopfbälle, die leider knapp am Tor vorbei gingen. Bei seiner ersten Chance, einem Flugkopfball, blieb aber die Tatsache ungeklärt, ob es hier nur vor Schwäche umgefallen ist.
Nach der Halbzeitpuse kam ein wenig mehr Schwung durch unseren Wirbelwinddauerläufer Andi H. ins Spiel Nach einem Spurt konnte er den Volleyschuss nicht im Kasten unterbringen. Nach einer Flanke von Markus R. konnte Andi H. seinen ersten Treffer markieren.
Wer jetzt an ein Aufbäumen dachte, sah sich getäuscht. Nachdem der SV einen Vollstrecker in seinen Reihen hatte, konnte er auch zurückschlagen. Was er auch tat. Ist schon langweilig zu erwähnen, wer das Tor schoß. Aber Etzenricht führte wieder mit zwei Treffern Abstand.
Die DJK stand nun wieder unter Druck und war stehend KO. Und wie durch ein Wunder konnte die DJK nochmal auf 4:3 verkürzen. Andi H. markierte seinen zweiten Treffer. Was wäre passiert, wenn er doch einmal pünktlich kommen würde? Auf dem Platz warten elf Mann auf ihn, auf seiner Baustelle nur drei oder vier. Also Herr H., Prioritäten setzen und pünktlich kommen.
Somit haben wir auch einen Schuldigen für die Niederlage gefunden. Wir haben also nicht verloren, weil wir grottenschlecht gespielt haben, sondern nur auf Grund einer Verspätung. Warten wir doch den nächsten Samstag ab…
Facebooktwitterredditpinterestlinkedinmailby feather