SV Etzenricht – DJK Weiden 0 : 4

Weil ma denkn, dass ma fit san

SV Etzenricht – DJK Weiden 0 : 4

18. September 2010 Berichte 2010 0

vlogo_sveSeit Jahren ist der SV Etzenricht eine der stärksten Mannschaften, gegen die wir antreten, aber gewinnen können sie (leider) nur selten.
Das Spiel konnte erst mit einer kleinen Verspätung beginnen, weil sich riesige Mengen von Fans auf den Rängen tummelten. Als sie dann bemerkten, dass hier zwei AH-Mannschaften spielen, konnten sie es kaum erwarten. Schreiend verließen sie den Ort des Grauens. Mindestens 1000 Jahre standen am Platz und schimmelten vor sich hin.

Jetzt ging es endlich los. Zwar vor einer Geisterkulisse, aber endlich konnten wir Fußball spielen. Ein Weidener musste irgendwie von der flüchtenden Menge mitgerissen worden sein, wir waren nur noch 10 Mann. Na ja, holen wir uns eben einen neuen Spieler. Nach endlos langen 20 Minuten kam auch Andi H. Bis dahin spielten wir aus einer kontrollierten Abwehr. Die Bälle gingen aber trotzdem in den ersten paar Minuten leicht verloren und so musste schon von Anfang an in der Abwehr viel Laufarbeit geleistet werden. Für unseren abtrünnigen Spieler und Neu-Etzenrichter Rich brauchten wir keinen Sonderbewacher, er hielt sich dezent im Hintergrund und so konnte sich Harry auf seine Nr. 13 konzentrieren (die hatte er wirklich!). Das war übrigens ein interessantes Duell. Klein, schnell und giftig gegen kräftig, bissig und kompromisslos. Leider litt Harry’s Schuhwerk darunter und konnte so nur auf einem Zylinder laufen. Mit neuen Siebenmeilenstiefeln ging es nach der Halbzeit wieder weiter. Die Beine blieben trainingsbedingt aber immer noch schwer. Ausgewechselt werden konnte er aber nicht, weil Gustl 45 Minuten verletzter weise an der Außenlinie joggte.

Eine kurze Schrecksekunde gab es Mitte der ersten Halbzeit, als Rich zu einem seiner kraftvollen Solos ansetzte. Er setzte sich energisch gegen Kare durch, wäre eigentlich schon vorbei und kam ins straucheln (leichtes Touchieren durch den Gegner). Eine gefährliche Situation, die leicht hätte entgleisen können, aber außer ein paar bösen Blicken zwischen den beiden Kontrahenten ist nichts passiert. Eigentlich hätte es zu dieser Situation nicht kommen dürfen, weil Rich für unsere Nr. 13 zu schnell ist. Die Rückennummer bedeutet nämlich 13 Sekunden auf 100 m. Das Alter macht auch vor hohen Rückennummern nicht Halt.

Ach wie gut, dass niemand weiß, dass unser Spenglermeister i. R. (Anm. d. Red.: i. R. = im Rennbetrieb) Tore wie am Fließband schießt. Kaum ist der notorische Zuspätkommer auf dem Platz, konnte er zwei weitere Tore auf seinem Konto verbuchen. Wie sie zu Stande kamen blieb mir leider verborgen. Er hat zu viel Staub aufgewirbelt, um das überhaupt noch verfolgen zu können. Vermutungen zufolge muss es so gewesen sein: Andi nimmt Ball, gibt Tor ins Navi ein, rennt los, umkurvt Gegner 1, Umleitung über Gegner 2, küsst Eckfahne, vorbei an Gegner 3, hält jetzt drauf, trifft, rennt immer noch, rennt jetzt langsamer weil kein Ball da, kriegt mit wie andere jubeln, jubelt selber mit, läuft zurück ins eigene Spielhälfte, checkt jetzt erst sein Tor.
Beim Tor Nummer 2, siehe Beschreibung Tor Nr. 1

Wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff wäre es fast zum Anschlusstreffer der Etzenrichter gekommen, aber unser Andi H. (Anm. d. Red.: H. = Held der Linie = Brünsch) rettet in einem wilden Durcheinander in höchster Not kurz vor der Linie. Wenn’s eben vorne nicht läuft, dann wenigstens hinten retten. Und so ging es mit einem beruhigenden 2-Torevorsprung in die Halbzeit.
In der zweiten Spielhälfte ging es dann genauso weiter. Andi will wissen, ob er Zimbo als Torschützenkönig in der ewigen Liste noch einholen kann. Und so stand es nun 3:0 für die Gäste aus Weiden.
Den Schlusspunkt setzte nun wieder ein Bernd. Der setzt sich am rechten Flügel durch und rannte wie der Teufel in Richtung Tor. STOPP!!! So schnell auch wieder nicht, sonst würde er Andi heißen. Er hat sich eben irgendwie durchgesetzt und lupfte den Ball, wie auch immer das geschehen konnte, über den Torwart hinweg ins Tor zum 4:0 Endstand.

Nächstes Jahr kommen wir wieder, versprochen! Etzenricht ist eben ein gutes Pflaster.

 

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