SV Altenstadt/Voh – DJK Weiden 1 : 3

Weil ma denkn, dass ma fit san

SV Altenstadt/Voh – DJK Weiden 1 : 3

15. Mai 2010 Berichte 2010 0

Es reisst nicht ab, wieder eine Mannschaft mit Freunden:

vlogo_sv_altenstadt_vohEs fing wie bei jedem Fussballspiel an. Mit einem Anstoss. Ist doch klar. Nach einer kleinen Unachtsamkeit unsererseits führte eine schöne Flanke von links fast zum frühen Tor für Altenstadt. Die Nr. 15 (nachfolgend “Freund” genannt. Auf anderweitige Beschimpfungen wird verzichtet, um nicht mit fremden halbseidenen Organisationenaus dem Osten Europas in Konflikt zu geraten) setzte einen wuchtigen Kopfball knapp neben den Pfosten. Es dauerte aber nicht lange und die DJK knüpfte an ihrem guten Spiel von letzter Woche an, soll heißen, wir führten 1:0. Torschütze war unser Dauerläufer Andi. Das Loch im Mittelfeld von letzter Woche wurde auch konsequent geschlossen, indem die Abwehr und das Mittelfeld je einen Schritt aufeinander zu gingen. Wie das Fussballspielen so läuft, läuft’s auch mal nicht so gut. Altenstadt gleicht durch einen Sonntagsschuss in den Winkel zum 1:1 aus. Was uns aber nicht beeindruckte, weil Oberrenner Andi wieder seinen Torinstinkt bewies und uns zur 2:1 Führung schoss.
Inzwischen kochte es bei Harry. Mein neuer Freund schlug mit seinen Händen und Ellbogen auf alle Teile, die er erwischen konnte. Bei einem Laufduell, das ich gewann, schlägt er willkürlich in den Rücken. Natürlich ist er sich keiner Schuld bewußt. Nach der anschließenden Rudelbildung konnte nur kurz weiter gespielt werden. Mittlerweile hat mir Roland meinen Freund ausgespannt. Auch Roland steht auf Schmerzen. Roland braucht das. Bis der Feund zu wild war und Roland am Boden liegen blieb. Jetzt machte das ganze keinen Spass mehr. Dieser “Freund” wollte gar nicht Fusball spielen, er wollte nur Streit und den Gegner verletzten. Kein einziger Zweikampf wurde seinerseits fair geführt. Und da hört nun der Spass auf!!! Ich unterstelle ihm hier, mehrere vorsätzliche Tätlichkeiten, die auf einem Fussballplatz nicht hingehören. Ein Sportwechsel, z. B. Kickboxen, wäre dringend angebracht. Eine psychologische Behandlung oder Abschiebung wären auch denkbar. Gott sei Dank waren nur noch wenige Minuten bis zur Halbzeit. Mittlerweile hatte auch Enzo Bekanntschaft mit diesem Idioten (Sorry, musste jetzt doch sein) machen müssen. Aus der dadurch resultierenden Rudelbildung wurde ein Altenstädter und Enzo mit Gelb belohnt. Enzo freute sich, und wir freuten uns mit.

Unsere Testamente mussten wir in der Halbzeitpause nicht mehr aktualisieren. Die große Überraschung: Freund und Kupferstecher wurde vorsorglich von den eigenen Spielern ausgewechselt. Endlich konnte wieder Fussball gespielt werden. Die nächste Hiobsbotschaft kommt aber prompt. Enzo blieb entweder wegen seiner dicker Zehe oder mit noch dickem Hals draussen. Rich, unser 12. Mann, ließ sich auch nicht blicken. Dann geht’s mit 10 Mann weiter.
Wir waren nun so gut, dass wir auch den verletzungsbedingten Ausfall von Andi B. verkraften konnten. Sein neuer Wirkungsbereich erstreckte sich nun auf den Mittelkreis oder auf einen der dunkelgrünen ausgebesserten Rasenflecken. Die Grenzen wurden strikt eingehalten. Dann geht’s eben mit 9 Mann weiter.
Wir waren nun so gut, dass wir auch den verletzungsbedingten Ausfall von Roland verkraften konnten. Sein neuer Wirkungsbereich erstreckte sich nun auf dieErsatzbank. Dann geht’s eben mit 8 Mann weiter.
Zur Info wir führten immer noch 2:1. Mittlerweile war es ein Spiel auf ein Tor, aber Altenstadt erspielte sich keine Chancen. Im Gegenteil. Die weiten Abschläge von Alois fanden immer einen Abnehmer. Immer wieder war Dauerläufer Andi zur Stelle. Ob links oder rechts. Das Mittelfeld allgemein sorgte laufend für Entlastung. Und wie es eben im Fussball so üblich ist, schießt immer die zahlenmäßig unterlegene Mannschaft das Tor. In diesem Fall erzielte Andi H. endlich mal wieder ein Tor, war ja erst das dritte an diesem Tag. Eigentlich kein Wunder, denn die Altenstädter Abwehr war an diesem Tag sichtlich überfordert. Das war natürlich die Entscheidung.
Die Altenstädter haben es trotz drei guter Mittelfeldspieler versäumt konsequent und konzentriert nach vorne zu spielen und ihre Chance zu suchen.
Alles in allem ein verdienter Sieg, der hart erkämpft wurde.

PS: Ich habe ein Mitbringsel von meinem Freund. Einen Bluterguß am Handgelenk.

 

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