FC Weiden Ost – DJK Weiden 2 : 0

Weil ma denkn, dass ma fit san

FC Weiden Ost – DJK Weiden 2 : 0

25. September 2010 Berichte 2010 0

vlogo_weiden_ostEs war ein typisches Stadtderby. Verbissene und harte Zweikämpfe, Dauerregen, Not gegen Elend, eben Emotionen pur.
Von Beginn an war die Nervosität auf beiden Seiten bemerkbar. Glück für den FC, dass es nicht am Flutkanal ausgetragen wurde, sondern kurzfristig umdisponiert wurde und nun an der Stresemannstr. gespielt wurde. Nun waren sie die Hausherren und wollten auch die Hosen an belassen. Im Großen und Ganzen mußten sie diese auch nicht herunterlassen, da sich die DJK sehr schwer tat, den Ball in den eigenen Reihen halten.
Zu schnell ging der Ball an den Gegner verloren. Dieser rühmt sich nun nach eigener Aussage, mit einer glanzvollen spielerischen Leistung. Naja, wenn’s einem leicht gemacht wird, braucht man gar nicht so glänzen. Zu einer glanzvollen spielerischen Leistung gehören auch Torchancen. Die wurden fast das ganze Spiel über vermisst. Bei der DJK ebenso, wie bei dem “spielerisch glänzend” aufgelegten FC Ost.
In der DJK-Abwehr gabs einige hitzige Duelle und Reibereien, die mit einer Stürmerauswechslung zur Halbzeit endeten. Ansonsten hätten sich wieder Freunde fürs Leben gefunden.
Kurz vor der Halbzeitpause ist es aber dann doch passiert. Elfmeterpfiff!!! Der spielerisch glänzend aufgelegte FC Ost nutzte ein Foul von Sigi im Strafraum. Der kleine Stürmer half zur Hälfte nach und legte sich in gekonnter Manier auf den Rasen. Dadurch gab es Höchstpunktzahl auf die B-Note. Der Schiri, den übrigens die DJK selbst abstellte, zeigte ohne zu zögern auf den Punkt. Kleine Spieler haben beim Schiri eben ein Stein im Brett. Der Beweis kann HIER (Punkt 3 , Umkehrschluss) nachgelesen werden. Es entwickelte sich nun eine heiße Diskussion über Foul oder Nicht-Foul. Fakt ist, die Berührung war da, sie war im Strafraum und dann gibt es eben Elfmeter. Kleine Sünden bestraft der Schiri mit Elfmeter, sollte übrigens jeder Fußballer wissen.
Den fälligen Strafstoss verwandelte der spielerisch glänzend aufgelegte Nenninger sicher zum 1:0 für die Hausherren. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause.

Bei Dauerregen, der schon in der ersten Spielhälfte für schwierige Platzverhältnisse sorgte, gings nun wie in der ersten Spielhälfte weiter. Wie schon deutsche Nationalstürmer bemerkten, war auch hier das Chancenplus ausgeglichen. Leichte Vorteile sind natürlich bei den spielerisch glänzend aufgelegten Ostlern zu verzeichnen. Das Spiel der DJK-ler war wie in den ersten 45 Minuten genauso schlecht. Das einzige, was uns erfreute, dass wir den fremden Rasen ruinierten. Der mittlerweile vom Dauerregen aufgeweichte und schwer bespielbare Boden zeigte viele Fräsrinnen im Laufe des Spiels.

Torchancen waren immer noch Mangelware und so verwunderte es nicht, dass nun unsere Nr. 13 wieder in Erscheinung trat und tatkräftig bei der nächsten Aktion mitwirkte. Da der FC Ost aus dem Spielverlauf heraus nicht fähig war ein Tor zu erzielen, obwohl die Mannschaft spielerisch glänzend aufgelegt war, nutzte sie einen zweiten Pfiff des Schiris. Wieder Elfmeter! Diesmal gab es keine Diskussion. Klarer Elfmeter. Unser Kare macht eben keine halben Sachen wie Sigi. Wenn er schon etwas unternimmt, dann aber anständig. Uii Uii Uii
Kleine wie große Sünden bestraft der Schiri, namens Wolfi, eben mit Elfmeter.
Lange Rede, kurzer Sinn. Ein spielerisch glänzend aufgelegter Gegner läßt sich eine solche Einladung nicht entgehen und Jürgen Göbel erhöht damit auf 2:0.
Der spielerisch glänzend aufgelegte FC Ost konnte am Schluss nur noch mit 10 Spielern dagegen halten. Somit bekam die DJK doch noch ein wenig Rückenwind und erspielte sich den einen oder anderen Vorteil, nutze dies aber nicht und verlor das Derby zu Recht mit zwei Toren Abstand.

Die spielerisch glänzend aufgelegte Mannschaft freute sich so sehr über diesen Sieg, dass sie vor Freude hüpfen mussten. Später in der Umkleidekabine sangen sie überschwenglich schöne Kinderlieder und alte Volksweisen. Der FC Ost mag uns gar sehr. Dies zeigten sie, indem sie die Lieder so laut sangen, dass wir sogar mithören durften. Wir freuten uns natürlich mit ihnen über diesen spielerisch glanzvollen Sieg. Beim gemeinsamen Duschen stand es dann aber unentschieden. Wir tauschten unser Duschdas aus, die Seife mußte man jedoch selber aufheben. Die Welt war wieder in Ordnung und beide spielerisch glanzvoll aufgelegten Mannschaften redeten dumm daher. Was in diesem Alter das wichtigste ist, weils mit dem Fußball spielen nicht mehr so klappt, wie früher.

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